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Medienmitteilung Zentrumsentwicklung Männedorf: Mehrheitsfähiges Konzept liegt vor

In vier Workshops haben sich rund 60 Interessierte über eine lebendige und attraktive Zentrumsentwicklung von Männedorf unterhalten. Eine mögliche Bebauung der Mittelwies stand dabei im Fokus. Nun liegt ein mehrheitsfähiges Konzept vor.

Im vierten und letzten Workshop präsentierte Christian Blum der Eckhaus AG am 7. Mai eine mehrheitsfähige «Bestvariante» für die Mittelwies. Ein wesentlicher Bestandteil ist der Mittelwiespark. Er soll auf dem Dach eines zweiten Detailhändlers (ergänzend zur Migros) anstelle des Parkplatzes entstehen. Die Parkierung kommt ins Untergeschoss. Auf der Nordseite des Bahnhofes bildet ein neuer «Stadtperron» einen neuen Aussenraum mit ebenerdigem Eingang zum Einkaufen. Mit einer Passerelle gelangt man zudem über die Geleise zum belebten und «urbaneren» Mittelwiesplatz. Dort sollen im Erdgeschoss Gewerbe und Gastronomie für Lebendigkeit und Identität sorgen.

Blum zeigte auf, dass mit einer Bebauung der Mittelwies, im Vergleich zu heute, grosse öffentliche Freiräume für den Aufenthalt gewonnen werden können. Ein Familienzentrum sowie die Gärtnerei mit Café sind im Konzept auf Seiten des Mittelwiesparks angeordnet. Die Chilbi habe zudem weiterhin Platz in Männedorf; insbesondere mit einer Ausweitung auf den Bahnhofsbereich. Idealerweise würde aber das ganze «Männedorfer-S» als Chilbi-Standort genutzt.

«Männedorfer-S» als Leitidee
Eine wichtige Erkenntnis aus allen Workshops war, dass nicht alle kleinen Zentren in Männedorf werden überleben können. Maresa Kuhn von der Fischer AG Immobilienmanagement empfiehlt eine «Bündelung der Frequenzbringer» für lebendige und wirtschaftlich funktionierende Zentren. Eine Vielfalt an kleinteiligen, publikumsorientierten Läden und Dienstleistungen seien demnach zentral anzusiedeln. Die Einbettung der Konzeption für die Mittelwies ist gemäss dem beauftragten Planungsteam im System des «Männedorfer-S» zu sehen. Ein neuer, attraktiver Freiraum mit lebendigen Erdgeschossnutzungen – vom Zentrum Leuen, über die Mittelwies, zum Bahnhof und der Kugelgasse bis zum See – soll entstehen.

Konsequenzen für die Mobilität
Auf Wunsch der Teilnehmenden wurde nach dem dritten Workshop ein Verkehrsexperte beigezogen. Oscar Merlo vom Verkehrsplanungsbüro TEAMverkehr.zug präsentierte die Ergebnisse erster Erschliessungs- und Verkehrsuntersuchungen. Die künftige Mittelwies soll eine fussgängerfreundliche Zone werden. Die Begegnungszone mit Tempo 20 soll von der Bahnhofstrasse «über das Stadtperron» bis zur Fassade des Detailhändlers ausgeweitet werden. Ein Tempo 30-Regime könnte den ganzen Perimeter einfassen. Auch die Kugelgasse soll mit Tempo 30 signalisiert werden. Mit einer Zählung konnte Merlo aufzeigen, dass trotz mehr Verkehr – von welchem auszugehen ist – keine grossen Staus, beispielsweise Rückstaus auf die Seestrasse, zu erwarten sind.

Grosse Mehrheit zufrieden und einige kritische Stimmen
Rund 75 Prozent aller Anwesenden sind mit dem Ergebnis und dem bisherigen Arbeitsprozess zufrieden oder sehr zufrieden, wie eine Auswertung am Ende des vierten Workshops zeigte. Die Anwesenden lobten den Gemeinderat dafür, dass er die Planung offen und partizipativ angeht. Immer noch grosse Vorbehalte gibt es aber von Personen, die lieber einen grösseren Freiraum hätten. Da noch keine Zahlen vorliegen, ist es schwer einzuschätzen, was die verschiedenen Konzeptansätze kosten würden. Die Frage der Wirtschaftlichkeit der Konzeptansätze soll über den Sommer geprüft werden. Verschiedene offene Fragen sorgten noch für einige skeptische Rückmeldungen; Soll für die Gemeinde ein zentrales Verwaltungsgebäude auf der Mittelweise erstellt werden? Wie fix sind die jetzt angedachten Nutzung insbesondere Wohnen und Gastronomie? Wie wird mit dem Verkehr und der zunehmenden Mobilität umgegangen? Die Idee, dass die Barriere an der Bergstrasse auch aufgehoben werden könnte, musste bereits im zweiten Workshop aufgrund der enormen Kosten für eine Unterführung verworfen werden. Dafür wird die Passarale für FussgängerInnen zum Mittelwiesplatz sehr begrüsst. Auch die Thematik der Nachhaltigkeit kann im Rahmen der Folgeplanung immer noch aufgenommen werden.

Mehr Informationen auf der Website und im Herbst 2019
Alle Protokolle und Präsentationen sind auf der Internetseite der Gemeinde (Zentrumsentwicklung) aufgeschaltet. Die Anregungen aus dem vierten Workshop werden für Folgeprojekte aufgenommen. Ein Bericht der Eckhaus AG beschreibt das Konzept, wie auch die weitere Planung für die Mittelwies. Diese weiteren Planungsschritte sowie eine mögliche Priorisierung weiterer Folgeprojekte werden diesen Sommer vorbereitet. Eine öffentliche Informationsveranstaltung wird im Herbst 2019 über die Ergebnisse des Verfahrens, die weitere Planung für die Mittelwies sowie über die Folgeprojekte informieren.


Dokument 20190522_MM_Zentrumsentwicklung.pdf (pdf, 149.3 kB)


Datum der Neuigkeit 22. Mai 2019