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Blüte und Niedergang des Rebbaus

1875

In Männedorf werden 1881 noch auf 120,33 Hektaren Reben angebaut, 1910 sind es nur noch 62 Hektaren, also die Hälfte. Das widerspiegelt die kantonsweite Entwicklung:

Der Weinbau erlebt im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts seine eigentliche Blüte. Zürich ist mit 5586 Hektaren Rebfläche der zweitgrösste Weinbaukanton der Schweiz. Dann beginnt der grosse Abstieg: Bis 1914 schmelzen die Rebbauflächen auf knapp die Hälfte zusammen. Um 1880 gerät der Weinbau wegen Missernten in eine ernste Krise. Aus den Vereinigten Staaten wird der falsche Mehltau eingeschleppt, der Ernten grossflächig vernichtet. Der chemische Pflanzenschutz, von der Regierung 1890 angeordnet, verteuert die Produktion. Weine aus Frankreich und Italien konkurrenzieren zunehmend die teuren einheimischen Tropfen, zudem macht der Bierkonsum dem Weinkonsum Konkurrenz. Es tritt eine unbarmherzige Marktbereinigung ein, die sich erst in den zwanziger Jahren wieder etwas beruhigt.


Bild: Wümmet in Männedorf 1917. In diesem Jahr befindet sich der Rebbau bereits deutlich auf dem Rückzug.

Wümmet in Männedorf
 

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