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Die Industrialisierung der Schifffahrt

1835

Die Industrialisierung erreicht Männedorf nicht nur auf dem Landweg, sondern auch per Schiff. Ab 1835 nämlich verkehren Schiffe mit Dampfmotoren auf dem Zürichsee.

Bis knapp vor die Jahrhundertwende kann Männedorf grosse Lasten nur per Schiff nach Zürich und Rapperswil bringen. Seit dem 16. Jahrhundert verfügt die Gemeinde deshalb über ein Marktschiff, das jede Nacht Waren und Personen nach Zürich bringt. Am 19. Juli 1835 startet das erste Dampfschiff, die "Minerva", auf dem Zürichsee. Männedorf wird täglich angelaufen. Damit beginnt auch auf dem Zürichsee die Ära der industriellen Schifffahrt.

Als die "Minerva" den Betrieb aufnimmt, verfügen die Seegemeinden noch nicht über eigene Landungsstege. Deshalb besorgen Kahnführer den Zubringerdienst vom Ufer bis zum Dampfschiff. Die Passagiere steigen mitten auf dem See vom Dampfer auf den Kahn um respektive vom Kahn auf den Dampfer. Erst 1856 stellt die Dampfbootgesellschaft ein Gesuch um einen Landungssteg.

Die Dichte an Dampfschiffen und die Intervalle des Fahrplanes nehmen rasch zu, ebenso die Passagierzahlen. 1840 zählt die "Dampfschiffgesellschaft für den Zürichsee" bereits 13 Dampfboote. 1840 befördert die Gesellschaft 80000 Passagiere, 1870 sind es eine Million. Als 1894 die rechtsufrige Zürichseebahn eröffnet wird, bricht der Schiffsverkehr zusammen. Die Schifffahrt wandelt sich vom Berufsverkehr zum Freizeitangebot.


Bild: Dampfschiff um 1905. Zu diesem Zeitpunkt ist die Schifffahrt bereits ein primär touristisches Angebot.


 

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