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Straussenhandel und Züriputsch

1839 - 1846

Die Enttäuschung über die ersten Jahre liberaler Politik ist nicht nur in Männedorf gross. Konservative Kräfte erhalten erneut Auftrieb und können 1839 die Zürcher Regierung stürzen. Männedorf ist aktiv am Putsch beteiligt.

Die Zürcher Regierung amtiert in den ersten Jahren ungeschickt. Eine wirtschaftliche Rezession verstärkt den Unmut grosser Teile der Bevölkerung. Als der Zürcher Regierungsrat 1839 den historisch-kritischen Theologen David Friedrich Strauss an die Universität Zürich beruft, entlädt sich der aufgestaute Ärger in einem Aufstand. Strauss lehrt unter anderem, Jesus sei ein Mythos und nie auf der Welt gewesen. Das bringt die konservativen Kirchenkreise in Aufruhr. Obwohl die Regierung die Berufung Strauss' rückgängig macht - was als "Straussenhandel" in die Geschichte eingeht - beruhigt sich die Situation nicht. 1839 zieht der Pfäffiker Pfarrer Bernhard Hirzel mit 4'000 Gleichgesinnten gegen Zürich und stürzt die Regierung in der Hauptstadt. Sowohl am "Straussenhandel" als auch am anschliessenden "Züri-Putsch" beteiligt sich Männedorf auf Seiten der Aufständischen. Lokalpolitisch hat dieser Aufstand erhebliche Folgen: Die politischen Ämter der Gemeinde werden in den folgenden Jahren konsequent mit konservativen Männern besetzt.


Bild: Karikatur von 1839, die die Berufung des Theologen David Friedrich Strauss verspottet.


 

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