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Abseits im Bockenkrieg

1804

Im Bockenkrieg möchten Bürger aus Landgemeinden die Rückkehr zu den Verhältnissen der Revolution erzwingen. Männedorf beteiligt sich nicht an diesem Krieg. Zu gross sind die Risiken, zu gering die Gewinnaussichten.

Die Mediation bringt eine neue zürcherische Verfassung. Aufgebrachte Bürger verhindern mit Tumulten in Landsgemeinden, dass der Eid auf diese Verfassung geleistet werden kann. 1804 mündet der Aufstand in den so genannten Bockenkrieg.

Männedorf beteiligt sich weder am Widerstand gegen die Verfassung noch am Bockenkrieg, sondern leistet den Eid, wie es die Machthaber in Zürich verlangen. Die Behörden fordern die Bevölkerung dazu auf, die neuen Verhältnisse zu akzeptieren.

Trotzdem muss die Gemeinde im Anschluss an den Aufstand "Reparationszahlungen" leisten. Es gibt 1804 nämlich auch in Männedorf eine Gruppe von Leuten, die mit den Aufständischen sympathisieren. Das reicht schon, um den Zorn der neuen Machthaber auf sich zu lenken. Die Gemeinde muss 5000 Gulden Busse bezahlen. Nun will Männedorf erst recht nichts mehr von der Helvetik und den liberalen Ideen wissen. Der frühere Nationalagent Rudolf Bindschedler muss gar vor Gericht, weil er in seinem Garten noch immer einen Freiheitsbaum aufgestellt hat.

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