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Vom Festen und vom Kater danach

1798 - 1799

Am 16. August 1798 leistet Männedorf wie alle Gemeinden des Kantons den Eid auf die neue Staatsverfassung. Gleichzeitig wird ein grosses Volksfest – das Bürgerfest – organisiert. Die Rahmenbedingungen für das Fest sind genau vorgegeben. In Männedorf ist einer der Festredner Vinzenz Studer. Vinzenz Studer stammt aus Luzern, wo er ursprünglich als Theologe tätig war. Später arbeitet er als Advokat und Journalist in Stäfa, wo er einen „republikanischen Kalender“ herausgibt. Studer wird in der Innerschweiz wegen seiner politischen Tätigkeit verfolgt und lebt in Stäfa im Asyl.

Wer aber allzu fröhlich feiert, erwacht oft mit Kopfschmerzen. Napoleon verordnet der Schweiz sein Regime nämlich nicht zum Selbstkostenpreis. Die Kantone müssen erhebliche Abgaben an die französische Regierung leisten, und die Gemeinden müssen durchziehende Truppen unterbringen. Die Soldaten hinterlassen in aller Regel deutliche Spuren im Ortsbild, von Plünderung und Vandalismus ist die Rede. Männedorf kommt zwar im Vergleich mit anderen Zürcher Gemeinden glimpflich davon, doch erleiden verschiedene Bürger auch hier erheblichen Schaden. Die Anhänger des alten Regimes schüren den Ärger gezielt, z.B. mit bissigen Karikaturen der fremden Truppen.


Bild: Zeitgenössische Karikatur über das Verhalten französischer Truppen.


 

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