Willkommen auf der Website der Gemeinde Männedorf



Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
vorhergehendes Ereignis | nächstes Ereignis

Die Landschaft bildet sich heraus

16000 v. Chr. - 5000 v. Chr.

Die Landschaft, in der Männedorf liegt, wird während Jahrmillionen von den Naturkräften geformt. Die Ausläufer des Ur-Rheins und der Ur-Are transportieren Molassegestein aus den Zeiten der Gebirgsbildung herbei, lagern es ab, stauchen es zusammen und stapeln es übereinander. Dann, etwa 600'000 Jahre vor unserer Zeit, stossen Gletscher aus den Alpen hervor und überziehen die Region Zürichsee mit dicken Eismassen. 15 bis 20 Mal stossen sie vor und ziehen sich wieder zurück, wobei sie der Landschaft des Mittellands den eigentlichen Feinschliff geben. Jede dieser Eiszeiten hinterlässt ihre Fussabdrücke, die manchmal von der nächsten überdeckt werden.

Die letzte grosse Eiszeit, die Würmeiszeit, setzt etwa vor 115'000 Jahren ein und dauert bis etwa 10'000 Jahre vor unserer Zeit. 30'000 Jahre lang ist das Klima in unserer Region sehr wechselhaft. Die Vegetation schwankt zwischen offener Tundra und lichten Fichten- und Föhrenwäldern. Dann kommt der nächste grosse Eisschub: Die kalte Decke ist so dick, dass man damals in Männedorf nur knapp die Spitze des Albis gesehen hätte, während der Pfannenstiel völlig von Eismassen überdeckt war. Etwa um 17'000 wandern die Gletscher zurück in die Berge. Der Linthgletscher gibt das schon früher geformte Becken des Zürichsees frei und füllt es mit Wasser. Der erste Zürichsee ist aber noch viel grösser ist als der heutige und reicht vom Pfannenstil bis zum Zimmerberg auf der gegenüberliegenden Seite.

Der Wasserspiegel senkt sich nur langsam ab. Nun kommen die Abhänge des Pfannenstiels zum Vorschein. Sie sind nicht gleichmässig ausgeformt, sondern weisen aufgrund der unterschiedlichen hohen Gletschermassen der Eiszeiten zahlreiche Terrassen auf, wie sie auch für Männedorf typisch sind. An den Seeufern bildet sich zunächst eine Steppentundra mit vielen krautigen Pflanzen. Um etwa 13'000 beginnt sich die Landschaft zu bewalden, zuerst mit Wacholder und Birken, schliesslich mit Föhrenbäumen, die das Landschaftsbild bis etwa 9000 vor Christus dominieren. Ab etwa 7000 vor Christus herrschen gemischte Laubwälder aus Ulmen, Eichen, Linden, Ahorn und Eschen vor. Etwa 2000 Jahre später treffen wir immer häufiger auf Buchen, und an den Ufern des Zürichsees breiten sich ausgedehnte Auenwälder aus.


Bild: Die Ausdehnung des Linthgletschers in der Würm-Eiszeit.

Raum Zürich in der Würmeiszeit
 

zur Übersicht