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20.04.2018 05:23:41


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Von Rapperswil bis Habsburg – die Männedörfler Vögte

1000 - 1405

Im ausgehenden Frühmittelalter und im Hochmittelalter gehört der Zürcher Raum zum Reich der Franken. Als Verwaltungseinheit bilden die Franken so genannte Gaue. Der heutige Kanton Zürich entspricht mehr oder weniger dem Zürichgau. 1077 erhalten die Grafen von Lenzburg die Herrschaft über den Zürichgau zugesprochen. 1172 sterben die Lenzburger aus, hinterlassen aber eine umfangreiche Gefolgschaft. In ihre Fussstapfen treten unter anderem die Herren von Rapperswil, die bereits seit dem 11. Jahrhundert als Vögte amten.

Die Vögte sind die für eine Ortschaft im Hochmittelalter wichtigsten Amtspersonen. Heute würde man sie am ehesten mit Richtern vergleichen, doch stehen ihnen neben judikativen Rechten auch exekutive Befugnisse zu. Gewaltentrennung ist im Mittelalter noch unbekannt. In Männedorf wechseln die Vögte recht oft. Ab 1030 sind es die Herren von Uster und ihre Nachfolger, die Grafen von Rapperswil. Nach einer wechselvollen Geschichte gelangt Männedorf unter die Herrschaft des Amtes Grüningen und somit in den Einflussbereich der Habsburger. Diese stellen die Vögte, bis Männedorf 1405 in den Stadtstaat Zürich integriert und zu einer Zürcher Obervogtei wird.


Bild: Der Zürichgau des Frühmittelalters.

Zürichgau Frühmittelalter
 

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