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22.10.2018 21:11:17


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MÄNNEDORFS WIRTSCHAFT ZWISCHEN KRISE UND AUFSCHWUNG

1980 - 2002

Die neunziger Jahre sind schwierige Jahre für die Männedörfler Wirtschaft. Manches Unternehmen übersteht die schwere Wirtschaftskrise nicht und muss seine Tore schliessen. Entsprechend spürt die Bevölkerung die starke Rezession: Die Arbeitslosenzahlen erreichen in der Mitte des Jahrzehnts einen Höchststand von 135 arbeitslosen Personen. Die darniederliegende Wirtschaft gibt den Sozialämtern viel Arbeit. So schreibt der damalige Gemeindepräsident Oskar Rutishauser 1996: "Durch den Strukturwandel in der Wirtschaft sind die Probleme noch komplexer geworden. (...) Weil eine baldige Verbesserung der Lage nicht ersichtlich ist und Unterstützungsbedürfnisse in allen sozialen Bereichen längerfristig zu befriedigen sind, müssen die Behörden zusätzlich wirkungsvolle präventive Massnahmen planen, realisieren und finanzieren."

Die Wirtschaftskrise geht um die Jahrtausendwende (vorübergehend) zu Ende. Kurz nach der Wende zum 21. Jahrhundert kann die Gemeinde im wirtschaftlichen Bereich einen grossen Erfolg verbuchen: Sie eröffnet ein neues Hightechzentrum am Dorfeingang Richtung Uetikon, und es gelingt ihr, das weltweit renommierte Unternehmen Tecan AG (Laborautomation in Life Science und Diagnostic) nach Männedorf zu holen. Wenige Jahre später allerdings muss Männedorf auch einen schweren Wegzug verzeichnen. Die Siemens Technologies AG konzentriert ihre Aktivitäten ab 2004 in Zug und schliesst ihre Tore in Männedorf. Ein Unternehmen, das die Gemeinde jahrzehntelang prägte, verschwindet aus dem Fischotterdorf. Mit der Trafag AG und der Tecan Schweiz AG verfügt Männedorf trotzdem noch über zwei Unternehmen mit einer weltweit starken Stellung im Hightechbereich.


Bild: Die Tecan Schweiz AG in Männedorf.


 

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