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22.10.2018 20:48:45


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Knacknuss Bauen

1986

1975 erlässt der Kanton Zürich das erste Planungs- und Baugesetz. Aufgrund dieses Gesetzes sind die Gemeinden gezwungen, ihre Planungsgrundlagen (Richtplanung sowie Bau- und Zonenordnung) grundsätzlich zu überarbeiten. Die Aufgabe ist in aller Regel äusserst schwierig zu lösen. Zwei Lager stehen einander gegenüber: Die Vertreter des einen wollen das Bauen möglichst wenig einschränken, die Gegenseite will mit strengen Richtlinien stark in die Gestaltungsfreiheit der Bauherren eingreifen.

1986 verabschiedet die Gemeindeversammlung eine neue Bau- und Zonenordnung. Die Versammlungen sind äusserst emotionsgeladen und intensiv, das Resultat ist eine wenig einschneidende BZO. In einem Punkt aber kann die Gemeinde nicht frei entscheiden: Der Kanton schreibt Männedorf die erlaubten Bauhöhen vor.

1991 tritt ein revidiertes Planungs- und Baugesetz in Kraft - und damit sind die Gemeinden erneut gezwungen, ihre Planungsgrundlagen zu revidieren. 1996 wird die Gemeindeversammlung zusammengerufen, um über die Vorlage abzustimmen. Wiederum verläuft die Diskussion sehr engagiert und emotionsgeladen. Die Opposition gegen die vom Gemeinderat vorgelegte Version kämpft mit dem Slogan: „Männedorf, nicht Männestadt.“ Sie dringt mit ihrem Ansatz weitgehend durch und erreicht eine BZO, welche das Bauen stärker einschränkt als vom Gemeinderat ursprünglich gewünscht.


Bild: Männedorf, nicht Männestadt - in Bezug auf das Baurecht sind sich die Männedörfler einig: Das Dörfliche soll Vorrang haben.

Männedorf
 

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