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12.12.2018 03:40:14


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Eine hörspielwürdige Schulpflegewahl

1972

Mit der wachsenden Bevölkerung steigen auch die Ansprüche an die Schule. In den 1970er-Jahren versucht der damalige Schulpflegepräsident, die neuen Herausforderungen mit einer grundsätzlichen Umgestaltung des Schulwesens respektive der Schulverwaltung anzugehen. Er will die Schulgremien verkleinern, um speditiver arbeiten zu können, Spezialkommissionen für besondere Probleme gründen und die Schulbehörde zu einem eigentlichen "Verwaltungsrat" umbauen.

Die damals teils revolutionären Vorstellungen des Schulratspräsidenten und seine polarisierende Vorgehensweise stürzen die Schule Männedorf in eine ihrer grössten Zerreissproben. Auf die Erneuerungswahlen 1971 portiert ein überparteiliches Komitee einen Gegenkandidaten, und in der Gemeinde entbrennt ein Machtkampf, der in seiner Heftigkeit im 20. Jahrhundert einmalig ist. Der Gegenkandidat gewinnt die Wahlen, doch bleiben die Gräben zwischen den Parteien noch lange offen.

Ein Jahr nach der denkwürdigen Abwahl des Schulpflegepräsidenten Lüthi sendet Schweizer Radio DRS ein Hörspiel des Männedorfer Autors Manfred Schwarz. Schwarz verarbeitet im Hörspiel Wahlkampf und Wahl in Männedorf. Er erfindet zwar einen Fantasieort (Nerikon) und ordnet den Protagonisten Fantasienamen zu (Krieger statt Friedli für den Gemeindepräsidenten; Graber statt Trachsel für den neuen Schulpflegepräsidenten), doch sind sowohl Ort als auch Namen für jeden Männedörfler und jede Männedörflerin leicht erkennbar.


Bild: Ankündigung des Hörspiels von Manfred Schwarz im Tages-Anzeiger.


 

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