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18.07.2018 20:32:58


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Neues Wasser braucht das Dorf

1949 - 2006

Das Trinkwasser aus den Goldingerquellen vermag den Bedarf schon während des Zweiten Weltkrieges kaum mehr zu decken. Bereits 1944 beginnen die Gemeinden Uetikon, Stäfa und Männedorf deshalb mit der Planung eines Seewasserpumpwerkes. 1948 kann es eröffnet, 1949 eingeweiht werden. Den Stolz auf das neue Werk zeigt man unverhohlen: «Das Seewasserpumpwerk Männedorf gehört zu den besten und technisch vollkommensten in der Schweiz. Es wurde zum Vorbild nicht nur für die Anlagen anderer Seegemeinden, sondern es dient auch den Fachleuten und Konstrukteuren für die Weiterentwicklung der Seewasseraufbereitung.» Um die Jahrtausendwende stösst aber auch dieses Wasserwerk an die Grenzen seiner Kapazität. 2003 nehmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger deshalb mit 1956 Ja gegen 193 Nein den Antrag an, an der Ecke Bergstrasse/Seestrasse ein neues Seewasserwerk zu bauen. Am 20. Dezember 2005 wird die topmoderne vollautomatische Wasserversorgungsanlage der Bauherrschaft übergeben, im Mai 2006 offiziell eingeweht. Das neue Wasserwerk ist mit einer so genannten Ultra-Filtration ausgerüstet. Bei dieser Aufbereitungstechnologie durchläuft das Seewasser drei Stufen: die Ozonisierung, die Aktivkohlefiltration und die Membranfiltration. Die maximale Aufbereitungsleistung beträgt 800 Kubikmeter pro Stunde. Bis heute wird die Trinkwasserversorgung Männedorfs sowohl mit aufbereitetem Seewasser als auch mit Quellwasser sichergestellt. Das Wasserleitungsnetz ist mittlerweile rund 50 Kilometer lang. Bild: Das neue Seewasserwerk Männedorfs.

Seewasserwerk Männedorf
 

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