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22.01.2018 09:59:03


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MEHR MENSCHEN, MEHR ANONYMITÄT, MEHR SOZIALARBEIT, MEHR SCHULEN

1945 - 1980

Während des ganzen 19. Jahrhunderts und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wächst die Bevölkerung von Männedorf nur geringfügig. Die Industrialisierungs- und Modernisierungsperiode führt zwar zu erheblichen Umschichtungen in der Bevölkerungsstruktur und zu starken Zu- und Wegwanderungsbewegungen, nicht aber zu einer steilen Wachstumskurve. Das heisst: Die Gemeindebevölkerung hat jeweils genügend Zeit, sich an neue Situationen zu gewöhnen und neue Bevölkerungsgruppen zu integrieren.

Das ändert ab 1950 mit dem Einsetzen der Hochkonjunktur. Die Bevölkerungszahlen von Männedorf wachsen für die hiesigen Verhältnisse dramatisch. 1950 zählt die Gemeinde 4396 Einwohnerinnen und Einwohner, 1970 sind es mehr als 7400 Einwohnerinnen und Einwohner, 1980 fast 8000. Nach einer zeitweiligen Beruhigung in den achtziger und neunziger Jahren zieht das Wachstum zurzzeit wieder an. Im Jahr 2002 hat Männedorf die Marke von 8500 Einwohnerinnen und Einwohner überschritten. Das verändert das soziale Beziehungsgefüge in Männedorf nachhaltig. Man kennt nicht mehr jede und jeden, die Identifikation mit der Gemeinde geht zurück, das Leben in Männedorf wird anonymer. Männedorf unternimmt auf verschiedenen Ebenen Versuche, diesem Trend entgegenzuwirken.

Auf der Ebene der sozialen Institutionen schreitet der Ausbau Richtung Professionalisierung voran. Die ersten Alterswohnungen entstehen, eine Gemeindeschwester begründet den Spitex-Dienst, das Krankenhaus expandiert. Und auch auf schulischer Ebene gibt es viel zu tun. Weil Männedorf immer mehr Kinder hat, werden zusätzliche Schulräume und Kindergärten benötigt.


Bild: Eine wachsende Bevölkerung heisst auch mehr Kinder. 1965 gründet der Fussballclub eine Juniorenabteilung. Wann folgt die Mädchenfussballmannschaft?


 

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