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25.04.2018 05:25:31


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Vom Krankenasyl zum Kreisspital

1915

Das Krankenasyl in Männedorf ist über viele Jahre das einzige Krankenhaus am rechten Ufer des Zürichsees. Mit dem Wachstum der Bevölkerung beginnen aber auch viele andere Gemeinden mit der Planung von Krankenhäusern und Spitälern. Eine Zersplitterung und Aufteilung des rechtsufrigen Krankenhausangebotes in viele Kleinstspitäler kann aber verhindert werden. Die Gemeinden Meilen, Stäfa, Uetikon und Oetwil schliessen sich mit Männedorf zur Stiftung Kreisasyl Männedorf zusammen, und konzentrieren sich fortan auf den Ausbau des Männedorfer Spitals.

Die Umwandlung des lokalen in ein regionales Spital zeigt sich unter anderem darin, dass der neue Spitalpräsident Jean Krauer aus Stäfa ist. Er entwickelt umgehend eine neue, regionale Unternehmensstrategie und erreicht vieles, was wir noch heute als wichtige Werte des Männedorfer Spitals wahrnehmen.

Die Überführung des Krankenasyls in das Kreisasyl, die Umbennung in Kreisspital, erfolgt wenige Jahre später, ist sowohl für Männedorf als auch für die umliegenden Gemeinden ein erheblicher Gewinn. Das Krankenasyl sieht sich um 1915 einem gefährlichen Finanzengpass gegenüber, der dank der Beteiligungen der Gemeinden überbrückt werden kann. Die Gemeinden Meilen, Stäfa, Uetikon und Oetwil ihrerseits sparen viel Geld, indem sie keine eigenen Krankenhäuser bauen müssen.


Bild: Jean Krauer, der erste Präsident des Kreisasyls Männedorf.


 

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