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21.10.2018 16:34:20


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MÄNNEDORF IN ZEITEN DER HOCHKONJUNKTUR

1945 - 1980

Nach dem Zweiten Weltkrieg dreht sich der Bevölkerungsstrom um, der bislang von der Landschaft in die Stadt geflossen ist. Immer grössere Bevölkerungsanteile verlassen die Kernstädte und suchen sich einen Wohnsitz auf dem Land, in Agglomerationsgemeinden. Mit jedem Jahrzehnt legt sich die Stadt Zürich einen neuen Agglomerationsgürtel zu.

Der Grund für die Stadtflucht liegt in der abnehmenden Wohnqualität der Städte wegen zunehmender Verkehrs- und Umweltbelastung, im steigenden Wohlstand der Schweizerinnen und Schweizer, der den Wegzug erst ermöglicht und in der wachsenden Automobilität der Bevölkerung, welche die Flexibilität sprunghaft erhöht.

Auch Männedorf gewinnt immer mehr an Anziehungskraft, wenn auch deutlich weniger als stadtnahe Ortschaften. Die Männedorfer Behörden sehen sich deshalb neuen Herausforderungen gegenüber. Das Bauwesen muss strenger reglementiert werden, die wachsende Bevölkerung braucht mehr Infrastruktureinrichtungen, und alteingesessene und neuzugezogene Bürgerinnen und Bürger müssen zusammengeführt werden.

Männedorf weist in dieser Periode alle Anzeichen einer Gemeinde im Wandel auf. Der steigende Wohlstand, der mit dem Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen ist, eröffnet Chancen. Die Neuzuzüger und Neuzuzügerinnen werden aber gleichzeitig auch als Bedrohung wahrgenommen. Das Dorf wird zum Schauplatz heftiger politischer Debatten.


Bild: Männedorf um 1980. Neue Mehrfamilienhaussiedlungen prägen das Dorfbild immer nachhaltiger.


 

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