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20.10.2018 21:44:03


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Die Landwirtschaft verliert an Boden

1915 - 1950

Was sich bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ankündet, setzt sich in der Zwischenkriegszeit und in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg unvermindert fort: Der Rebbau verkommt in Männedorf, dessen Ortsbild einst von Reben beherrscht wurde, zu Bedeutungslosigkeit. Die Konkurrenz aus dem Ausland und den stärkeren schweizerischen Anbaugebieten ist zu gross, als dass sich der kommerzielle Rebbau über die Jahrzehnte hinweg halten könnte. 1915 werden in Männedorf noch auf 50,5 Hektaren Trauben angepflanzt, 1946 sind es nur noch 12,5 Hektaren. Bis 1970 sinkt die Rebbaufläche auf 2,7 Hektaren.

Einen ähnlichen, wenn auch weniger dramatischen Verlauf, verzeichnen die übrigen landwirtschaftlichen Sparten.Die Zahl der Grossviehbesitzer halbiert sich zwischen 1925 und 1955, der Bestand an Grossvieh geht um etwa einen Drittel zurück. Hier wie in anderen landwirtschaftlichen Bereichen wird der grösste Einbruch aber erst ab den sechziger Jahren zu verzeichnen sein.


Bild: Gruss aus Männedorf von 1898: Noch dominieren Reben das Ortsbild. 20 Jahre später werden sich die Rebbauflächen bereits halbiert haben.

Postkarte Männedorf
 

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