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20.01.2018 20:55:55


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Neue Parteien in Männedorf

1917

1917 wird in Zürich der Majorz, das Mehrheitswahlrecht, abgelöst, und der Proporz für den Kantonsrat eingeführt. Das führt zur Gründung einer ganzen Reihe von Lokalparteien in Männedorf. 1917 werden die Freisinnige und die Sozialdemokratische Partei in Männedorf gegründet, 1919 eine Ortsgruppe der Evangelischen Volkspartei und 1920 eine Gewerbepartei Männedorf, die sich allerdings sechs Jahre später wieder auflöst. Die Gründung der Ortsgruppe der Christlichsozialen Partei - später CVP - geht auf das Jahr 1928 zurück, und eine nur kurzlebige Ortsgruppe der Demokratischen Partei entsteht 1942. Für eine ländlich geprägte Ortschaft sehr spät entsteht hier 1951 eine Ortsgruppe der Bauernpartei. Noch länger geht es bis der Landesring der Unabhängigen und die Grüne Partei in Männedorf Fuss fassen.

Nach den überaus starken politischen und sozialen Unruhen in der ersten Hälfte der Zwischenkriegszeit stabilisieren sich die Verhältnisse in den späten zwanziger Jahren. Die politischen Parteien befinden sich im Kanton Zürich im Gleichgewicht und ihre Vorgehensweise ist berechenbar geworden. Die dominierende Kraft in Männedorf ist die Freisinnige Partei. Aufstrebend ist die Sozialdemokratische Partei, keine bedeutende Rolle spielen hier die Demokraten, die christlich-soziale Partei und die Evangelische Volkspartei. Es besteht keine Ortsgruppe der Bauernpartei, die im übrigen Bezirk Meilen stark an Terrain gewinnt und sich kantonsweit als stärkste bürgerliche Kraft etabliert.


Bild: Politische Werbung ist 1917 unzimperlich. Karikatur der Sozialdemokratischen Partei des Kantons Zürich.


 

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