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23.07.2018 12:09:25


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UNSPEKTAKULÄRE ZWISCHENKRIEGSZEIT

1945

Der Infrastrukturausbau ist während der beiden Weltkriegen und in der Zwischenkriegszeit nicht spektakulär, aber für die Jahre nach dem Krieg wegweisend. Wie in der Wirtschaft so gilt es auch beim Infrastrukturausbau das vorhandene zu modernisieren und zu rationalisieren. Vor diesem Hintergrund werden überall in der Schweiz Strassen begradigt und asphaltiert, Bäche in ihren natürlichen Läufen kanalisiert und überdeckt, das Versorgungsnetz mit elektrischer Energie perfektioniert - so auch in Männedorf. Hier wird zwar eher wenig Neues gebaut, dafür wird das Vorhandene nach den neuen, modernen Leitsätzen perfektioniert. Am Sichtbarsten wird dies beim Strassenbau: Das Verbreiterungs- und Asphaltierungsprogramm, das Bund und Kanton als Beitrag zur Linderung der Arbeitslosigkeit während der Weltwirtschaftskrise in Angriff nehmen, führt auch in Männedorf zu einer Umgestaltung des Strassenraumes, namentlich der Seestrasse und der Alten Landstrasse. Diese Umgestaltung des Strassenraumes nimmt eine Entwicklung auf, die sich in der Zwischenkriegszeit unwiderruflich ankündigt: Das Auto wird zusehends zu einem Massenverkehrsmittel. Ebenfalls im Kontext der modernen, rationellen Arbeitsweise stehen die weiteren Kanalisierungen und Überdeckungen der Dorfbäche, die über Jahrhunderte das Ortsbild geprägt haben. Nun verschwinden diese Bäche unter Deckeln und in Röhren, um die lästigen Überschwemmungen zu verhindern.. Bild: Bereits vor dem Ersten Weltkrieg rechnet man mit einem künftigen Verkehrschaos. Postkarte von 1908.


 

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