http://www.maennedorf.ch/de/portrait/geschichte/?action=showinfo&info_id=784
19.01.2018 22:57:34


vorhergehendes Ereignis | nächstes Ereignis

Ein neues Haus für Waisen

1867 - Okt. 1943

In den ersten Jahren sind im Männedorfer Armenhaus sowohl Kinder als auch Erwachsene untergebracht. Das Haus ist restlos überfüllt, die Kinder können auch nicht ansatzweise genügend betreut werden. Bereits 1847 regt deshalb ein Mitglied der Armenhauskommission an, ein Waisenhaus zu bauen. Noch dauert es aber 20 Jahre, bis das Haus wirklich gebaut wird. Es entsteht unmittelbar neben dem Armenhaus und bietet 25 Kindern Platz.

1909 entscheidet die Bürgerversammlung, Armen- und Waisenhaus vollständig zu trennen. Das Waisenhaus wird an der Bergstrasse, die sich damals ebenfalls gerade im Bau befindet, errichtet und 1913/14 eröffnet. 1938 wird es wieder geschlossen. Es hat zu wenig Waisen, als dass das Haus noch einigermassen wirtschaftlich geführt werden könnte. Einige Jahre weiss man in Männedorf nicht so recht, was mit dem Gebäude geschehen soll. Vorübergehend wird es zur bäuerlichen Haushaltungsschule.

1943 aber ist die Zukunft gesichert. Der Kanton Zürich erwirbt die Liegenschaft und eröffnet ein Jahr später die Kinderbeobachtungsstation Brüschhalde, wie das Therapieinstitut für Kinder und Jugendliche damals heisst.


Bild: Das einstige Waisenhaus an der Bergstrasse ist heute die kinderpsychiatrische Beobachtungsstation Brüschhalde.

Einstiges Waisenhaus Männedorf
 

zur Übersicht