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21.10.2018 23:53:35


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Neue Strassen braucht das Land

1849

Vorindustrielle Strassentransporte sind ausserordentlich beschwerlich und teuer. Nur Luxusgüter sind es wert, mit hohen Transportkosten über holprige Strassen, meist einfache Pisten, transportiert zu werden. Einzig mit Kunststrassen können die schlechten Verhältnisse dauerhaft verbessert werden.

Bereits die Helvetik (17981803) möchte den Kunststrassenbau forcieren, kann die Pläne aber nicht realisieren. In der Mediation und Restauration verzögert sich der Ausbau des Strassennetzes weiter. Erst die Liberalen treiben ab 1831 den Strassenbau energisch voran. 1833 erlässt die Zürcher Regierung das Strassengesetz, das erstens eine klare Systematik in das geplante Strassennetz bringt und zweitens den Strassenbau für Haupt- und Heerstrassen dem Kanton überträgt.

Zu den wichtigsten Strassen, die im Rahmen dieses Infrastrukturprogrammes gebaut werden, zählt die Seestrasse. Der erste Teil bis Meilen wird in den 1830er-Jahren fertig gestellt, die Fortsetzung via Männedorf folgt erst in den Jahren 1849/50. Nicht alle Gemeinden begrüssen die neuen Strassen, zumal sie sich finanziell am Bau beteiligen müssen. Deshalb kann das Werk nicht in dem Tempo vollendet werden wie ursprünglich geplant.


Bild: Die Seestrasse nach 1862.


 

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