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22.01.2018 20:03:42


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Die Arbeitswelt der Bauern

1800 - 1850

In der Männedorfer Landwirtschaft dominieren um die Jahrhundertwende der Rebbau, Gras- und Obstbau sowie Viehzucht und Milchwirtschaft. Ackerbau spielt eine eher untergeordnete Rolle. Hinzu kommen im Winter Holzen und Spinnen. Diese Zusammensetzung ist typisch für die Zürcher Landwirtschaft dieser Epoche.

Die landwirtschaftliche Arbeit beansprucht die ganze Familie von frühmorgens bis spät in die Nacht, da praktisch jeder Arbeitsschritt in Handarbeit auszuführen ist. Agrartechnische Neuerungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aber lassen die Produktivität des Bodens und die Produktionsmengen ansteigen. Die Bauern produzieren immer weniger für den Eigenbedarf, die Geldwirtschaft gewinnt an Bedeutung. In Männedorf lässt sich dies an einer Verschiebung der landwirtschaftlichen Produktion ablesen: Das Rebbaugebiet und das Wiesland werden zu Lasten des mit einem hohen Anteil für den Eigenbedarf bewirtschafteten Ackerlandes ausgedehnt. Bereits 1891 wird in Männedorf kein Getreide mehr produziert.


Bild: Rebbau gehört schon im frühen 19. Jahrhundert zu den wichtigen landwirtschaftlichen Erwerbszweigen Männedorfs.


 

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