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23.10.2018 12:09:49


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Das Männedorfer Kriegswirtschaftsamt

1914 - 1920

Als der Erste Weltkrieg 1914 ausbricht, geraten viele Familien in eine existenzielle Notlage. Die Preise für Lebensmittel steigen um 25 bis 30 Prozent. Wehrmänner erhalten auf Antrag eine Unterstützung, die allerdings den Lohnausfall nicht kompensiert.

Bereits 1914 bestellen der Gemeinderat, die Kirchenpflege und die Armenpflege ein Hilfskomitee mit dem Ziel, der Not leidenden Bevölkerung mit Lebensmitteln auszuhelfen und eine Erwerbsmöglichkeit zu verschaffen. Diese Hilfsorganisation wird in der Folge zum Kriegswirtschaftsamt mit einer umfassenden Aufgabenpalette ausgebaut. Es verteilt die Unterstützungsgelder, Lebensmittel und Brennstoffe, betreibt eine Suppenküche und anderes mehr. Das Amt wird erst 1920 aufgelöst. Die Not war auch nach dem Ersten Weltkrieg noch hoch.

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