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17.07.2018 00:13:41


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SCHWIERIGE ANKUNFT IN DER NEUEN ZEIT

1830 - 1914

Mit der Julirevolution in Frankreich geraten auch in der Schweiz die konservativen Kräfte in die Defensive. Die liberale Opposition, die im Kanton Zürich an die Macht strebt, wird von gut situierten Persönlichkeiten aus Landgemeinden angeführt. 1830 treffen sich rund 10'000 Männer in Uster zu einer Volksversammlung und verabschieden das Uster-Memorial. Es bildet die Grundlage für die künftige Kantonsverfassung. Männedorf stimmt am 10. April 1831 über die neue Verfassung ab. Das genaue Resultat ist leider nicht bekannt, doch scheinen die liberalen Kräfte dominiert zu haben. Allerdings sind sie offenbar auf heftigen Widerstand konservativer Kreise gestossen, die wenige Jahre später die Macht in Männedorf wieder übernehmen. Die Ankunft Männedorfs in der neuen Zeit ist insgesamt ambivalent - was sich gut mit der Sozialtopographie der Gemeinde erklären lässt. Die Bevölkerung der mittelständischen, lange Zeit eher armen Gemeinde gehört nicht zu den grossen Gewinnern der bürgerlichen Revolution. Bild: Männedorf im Jahr 1858.


 

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