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20.04.2018 03:22:02


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Die Scheune des Pächterhauses wird zur Kulturschüür

2009

Am 20./21. März 2009 steigt in Männedorf ein kleines Fest. Die Kulturschüür wird eingeweiht. Der neue Treffpunkt für Kunst und Kultur hat sein Domizil im ehemaligen Pächterhaus der Villa Liebegg, genauer gesagt: in dessen Scheune.

Das in seinem Kern aus dem späten Mittelalter stammende Kleinbauernhaus steht jahrelang leer und verfällt zusehends. Im Jahr 2004 entscheidet der Gemeinderat, das Pächterhaus einem Baurechtsnehmer zu übertragen, der es nach klaren Vorgaben sanieren und die Arbeiten auch finanzieren soll. Die Gemeindeversammlung vom 20. Juni 2005 heisst seine Pläne gut.

Gemäss den Auflagen soll die Scheune zu einem gemeindeeigenen Kulturraum umfunktioniert werden, das Wohnhaus hingegen in Privatbesitz bleiben. Die Renovation ist besonders anspruchsvoll, untersteht das Pächterhaus doch dem Denkmalschutz. Für den Baurechtsnehmer, den gelernten Ofenbauer Rolf Heusser, kein Problem. Er hat eine Passion für historische Gebäude und setzt in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Architekten sein ganzes Können ein, um das Alte möglichst gut zu bewahren und die neuen Elemente ästhetisch und zugleich funktionell zu halten.

Das Resultat darf sich sehen lassen. Das 67 Quadratmeter grosse Foyer im Erdgeschoss kombiniert Holz und Stahl auf reizvolle Weise. Die obere Etage ist gekonnt in zwei versetzte Ebenen aufgeteilt. Sie wird, zusammen mit dem Dachgeschoss, künftig dem Schifffahrtsmuseum als Quartier dienen, während das Foyer für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung steht.


Bild: Das Pächterhaus mit der Kulturschüür.

Pächterhaus mit Kulturschüür
 

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