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Der Schriftsteller Adolf Muschg wird 75 Jahre alt

13. Mai 2009

Am 13. Mai 2009 feiert Männedorfs berühmtester Bürger, der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Adolf Muschg, seinen 75. Geburtstag. Zu seinen Ehren organisieren der Kulturkreis und die Gemeinde Männedorf eine Matinée. Der Ansturm zur Veranstaltung ist gross. Über 300 Besucherinnen und Besucher finden sich in der Aula Blatten ein. Zu viele: Der Platz wird knapp und das Geschehen auf dem Podium muss per Video in die Nahe Turnhalle übertragen werden.

Gemeindepräsidentin Heidi Kempin bezeichnet Muschg in ihrer Einführungsrede als "Gelehrten im Unruhestand". Der Schriftsteller sei in Männedorf gut verwurzelt und stets präsent. Die anschliessende Podiumsdiskussion mit Adolf Muschg und Michael Reiterer, dem EU-Botschafter in der Schweiz, dreht sich um die Kulturräume Schweiz und Europa. Muschg vergleicht dabei sein Verhältnis zur Europäischen Union mit jenem zur Kirche. Er gehöre zwar keiner Kirche an, sei aber "bis ins Mark vom christlichen Glauben geprägt". Von der Schweiz wünscht er sich, dass sie ihre politische Kultur stärker in Europa einbringe. Gerade die Gemeinde sei ein "lebendiges Grundelement der Demokratie".

In einem Artikel, den er anlässlich seines Geburtstages im Fischotter schreibt, erzählt der in Zollikon geborene Schriftsteller von seinen Kindheitserinnerungen an Männedorf und von Geschichten, die er hier aufgestöbert hat. Männedorf sei für ihn ein "Ort der Spuren geworden, meist nicht gesucht, aber glücklich gefunden, dann aufgefrischt und vertieft. Denn es sind Spuren entdeckter Verwandtschaft".


Bild: Der in Männedorf wohnhafte Schriftsteller Adolf Muschg ein Gelehrter im Unruhestand.

Adolf Muschg
 

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