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Die Sippe von Beata Landolt

700 - 850

Männedorf im Frühmittelalter ist kein Dorf im heutigen Sinne mit einem eigenständigen politischen Bewusstsein. Zwar sind durchaus Siedlungen nachgewiesen. Doch richten die Einwohnerinnen und Einwohner des frühen Männedorf ihre Beziehungen nicht primär auf ihre Nachbarn aus, sondern auf den jeweiligen Grundherrn. Natürlich bestehen Kontakte zwischen den einzelnen Bauern, und vermutlich hat die Nachbarschaftshilfe einen hohen Stellenwert im Alltag. Entscheidend ist aber die Beziehung zum Grundherrn.

Im Frühmittelalter werden zunächst die Alamannen die dominierende Volksgruppe im Raum Zürich. Sie sind auch in Männedorf präsent, wie aufgefundene Grabbeilagen belegen. Sogar den Namen einer Grossgrundbesitzerfamilie aus jener Zeit kennt man: die Sippe von Landolt und seiner Frau Beata. Diese Sippe besitzt an vielen Orten im Kanton Zürich Grundstücke, so etwa beim Pfäffikersee, beim Greifensee und dem oberen Zürichsee bis nach Uznach. Sie zählt sicher zum führenden Adel in der Region.

Mit der politischen Neuordnung in Europa im Jahr 744 – die Franken besiegten die Alamannen – verliert und verkauft die Sippe ihren Grund und Boden. Auf nicht ganz geklärten Wegen gelangt ein grosser Teil davon an das Kloster Pfäfers.


Bild: Stammtafel und Güterbesitz der Beata-Landolt-Familie. Der Plan ist offenbar nicht ganz vollständig, so fehlen beispielsweise die Männedorfer Güter darauf.


 

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