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22.01.2018 05:20:35


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DIE SPRACHE WIRD DEUTSCH

400 - 700

Mit dem Frühmittelalter beginnt ein neuer wesentlicher Zeitabschnitt in der frühen Geschichte des späteren Männedorf. Das römische Reich verliert seine dominante Stellung, und die Römer geben unseren Raum auf. Verschiedene germanische Volksgruppen übernehmen die Herrschaft: Zunächst die Allamannen, später die Franken.

Dieser Wandel wirkt sich markant auf die Bevölkerungszusammensetzung aus. Bislang dominierten keltische Volksgruppen, die sich mit der römischen Besatzungsmacht gemischt hatten. Nun, in der Zeit zwischen 400 und 700 n. Chr., kommen verschiedene germanische Stämme hinzu.

Diese Stämme sind keine festen, abgeschlossenen Ethnien. Sie bilden sich immer wieder neu, nehmen fremde Gruppen auf oder spalten sich auf. Sie durchmischen sich so mit der anwesenden romanisch-keltischen Volksgruppe und bilden ein neues Ganzes – und sie prägen unsere Gegend in vielfacher Hinsicht. Es ist die Zeit, in der sich das Christentum hier durchsetzt und in der die Kirche zu einem wesentlichen Machtfaktor aufsteigt. Und sie hinterlassen als bleibende Erinnerung die Sprache. Das romanische Idiom wird durch die germanische Sprache verdrängt. Es ist die Zeit, in der die Keimzellen der meisten Dörfer im Kanton Zürich gelegt werden.


Bild: Diese alamannischen Riemenzungen und die Armspange wurden in Männedorf auf dem Kirchhügel gefunden.

Alamannische Funde in Männedorf
 

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