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17.07.2018 00:36:29


vorhergehendes Ereignis

Spärliche Spuren aus dem alten Rom

58 v. Chr. - 400 n. Chr.

Die Römer haben zwar im Kanton Zürich ab 58 vor Christus beträchtliche Spuren hinterlassen, im Raum Männedorf aber nur wenige. Auf vier Münzen beschränkt sich die spärliche Ausbeute. Sie stammen aus der Zeit der römischen Republik (187 – 155 v. Chr), aus der Ära von Kaiser Claudius (41-54 n. Chr.) und aus derjenigen von Kaiser Antonius Pius. Das überrascht wenig: Die Römer konzentrierten sich bei der Ausbreitung ihrer Herrschaft auf städtische Gebiete. Für die Herrschaftsabsicherung im ländlichen Raum waren die Gutshöfe, die so genannten villae rusticae massgebend. Die nächstgelegenen Gutshöfe befinden sich in Meilen und im Zürcher Oberland. Auch die wichtigen Handelsstrassen führen an Männedorf vorbei. Zwar ist der Zürichsee schon im Altertum ein wichtiger Handelsweg, aber Männedorf dürfte als Station kaum von Interesse gewesen sein. Auch der nächste Landweg führt von Rapperswil nach Uster mit erheblichem Abstand an Männedorf vorbei. Bild: Diese drei Münzen, von denen die Vorder- und die Rückseite zu sehen ist, wurden in einem Rebberg in Männedorf gefunden. Von rechts nach links: 1 Sextans mit Januskopf, römische Republik (187–155 v.Chr.), 1 Dupondius des Kaisers Claudius (41–54 n.Chr.) und 1 Sesterz des Kaisers Antoninus Pius (138–161 n.Chr.).

Römische Münzen Männedorf
 

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