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22.10.2018 23:07:46


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Der Grabhügel an der Gemeindegrenze

800 v. Chr. - 100 v. Chr.

Um 800 vor Christus taucht ein neues Volk in unserem Gesichtskreis auf, dasjenige der Kelten. Mit ihnen verbreitet sich Eisen als neuer Werkstoff, doch wird Bronze weiterhin häufig verwendet. Die Zuwanderer dürften bisherige Gemeinschaften aber nicht verdrängt haben, sondern mit und neben den Ansässigen gelebt haben. Dies wird auch später der Fall sein, wenn Römer und Alemannen zum dominierenden Volk werden. Nebst Innovationen bei der Herstellung von Werkzeug und Waffen sowie Fortschritten in der Landwirtschaft zeichnen sich die keltischen Bewohner durch eine intensive Handelstätigkeit und zahlreiche Kontakte in ferne Länder aus.

Die Eisenzeit teilt man in zwei Zeitabschnitte: In die Hallstattzeit (8. bis 5. Jahrhundert v. Chr.) sowie die Latènezeit (5. 1. Jahrhundert v. Chr.). Waren in der Bronzezeit Flachgräber üblich, so trifft man nun auf zahlreiche Grabhügel. In Männedorf hat man einen solchen Grabhügel im Waldstück Legihalde nahe der Grenze zu Uetikon und Oetwil gefunden. Genau datiert konnte der Hügel zwar noch nicht werden, doch wird er der älteren Eisenzeit, also der Hallstattzeit zugeordnet.


Bild: Grabhügel im Wald Legihalde. Wer nicht weiss, dass es ein Grab ist, wird es beim Spaziergang kaum erkennen.


 

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