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22.01.2018 09:45:47


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8'000 JAHRE URGESCHICHTE IM ZEITRAFFER

16000 v. Chr. - 1 v. Chr.

Bis etwa 17'000 Jahre vor unserer Zeit ist der Raum Zürich von dicken Eismassen bedeckt. Dann zieht sich der Linthgletscher zurück und gibt den Raum für die Besiedlung durch Tiere, Pfanzen - und den Menschen frei. Wann genau sich der in unserer Region ansiedelt, ist nicht bekannt.

In der urgeschichtlichen Literatur wird Männedorf nur selten erwähnt ganz im Gegensatz zu vielen anderen Zürichseegemeinden. Das ist erstaunlich, verfügt Männedorf doch über reiche Zeugnisse aus der Urgeschichte und dem Altertum. Die ältesten Spuren menschlicher Siedlungen stammen aus der mittleren Steinzeit und der Jungsteinzeit (8000 v. Chr. bis 1600 v. Chr.), aber auch aus allen übrigen Epochen der Urzeit und des Altertums hat man in Männedorf Reste gefunden.

Neben der Jungsteinzeit sind vor allem die Bronzezeit und das Frühmittelalter relativ gut dokumentiert. Die Realien, die auf dem Seegrund oder in den Abhängen und Wäldern gefunden wurden, könnten auf eine kontinuierliche Besiedelung seit der Jungsteinzeit hindeuten. Gesichert ist diese These allerdings nicht. Denn für die urzeitlichen Funde in Männedorf gilt dasselbe wie für die gesamte urgeschichtliche Forschung: Die dunklen Flecken sind deutlich grösser als die wenigen Scheinwerfer, die Licht in die Epochen bringen. Interpretationen, wie vor Tausenden von Jahren am Zürichsee gelebt wurde, müssen deshalb sehr zurückhaltend ausfallen.

Wer sich mit dem Leben in der Urzeit befasst, muss sich zudem bewusst sein: Es handelt sich um sehr grosse Zeiträume. Während die Geschichte der Neuzeit rund 300 Jahre umfasst und diejenige des Mittelalters einen Zeitraum von knapp 2000 Jahren, so denken die Forscherinnen und Forscher der Urgeschichte und des Altertums in Zeiträumen von rund 10'000 Jahren.


Bild: Die Epochen der Urgeschichte.

Die Erdzeitalter
 

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